Im Zentrum steht die obstruktive Schlafapnoe, eine weit verbreitete Schlafstörung, von der in Deutschland rund 26 Millionen Menschen betroffen sind. Kurze Atemaussetzer im Schlaf bleiben häufig lange unentdeckt und können zu schweren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Depression führen. Lange Wartezeiten, begrenzte Früherkennung und fragmentierte Datenstrukturen erschweren bislang die Therapie. Das Projekt SOMNOLINK führt weg von isolierten Daten hin zu einer vernetzten, datenbasierten schlafmedizinischen Forschung und
Versorgung. Erstmals werden große Mengen medizinischer Schlafdaten verschiedener Standorte vernetzt. Ziel sind schnellere Diagnosen, effizientere Nutzung von Schlaflaboren und individuellere Therapien.
SOMNOLINK ist ein Projekt der Medizin Informatik Initiative. Unter Leitung von Prof. Christoph Schöbel und Prof. Dagmar Krefting verbindet das Projekt 55 Mitarbeitende an neun universitären Standorten und gilt als Modell für eine zukunftsorientierte, digitale Transformation in der Schlafmedizin.