Die Preisträger der Deutschen Stiftung Schlaf
Bei der festlichen Preisverleihung wurde gestern Abend in Berlin der Deutsche Schlafpreis 2026 in drei Kategorien vergeben.
Julia Buch – Schlafkonzerte
Im September 2025 reiste die Musikerin Julia Buch mit ihrem Langzeitprojekt der Schlafkonzerte auf Einladung der NGO ArtHelp in die Ukraine. Zehn Tage lang begleitete sie Kinder und Jugendliche aus Kiew mit eigens komponierter Musik in den Schlaf.
Seit vielen Jahren schafft Buch außergewöhnliche Erlebnisräume zwischen Konzert und Klanginstallation. Ihre Schlafkonzerte bieten ein einzigartiges Entspannungsformat, das Musik mit einem bewussten Erlebnis von Ruhe und Regeneration verbindet: Es sind sprichwörtlich "akustische Ruhekissen", auf denen die Zuhörer in den Schlaf gleiten dürfen.
Die Erfahrung in Kiew gab ihrem Projekt eine neue Dimension und unterstreicht ihre Überzeugung: "Wer Schlaf entzieht, raubt Menschenwürde."
Prof. Dr. Dagmar Krefting und Prof. Dr. Christoph Schöbel – SOMNOLINK
Im Zentrum steht die obstruktive Schlafapnoe, eine weit verbreitete Schlafstörung, von der in Deutschland rund 26 Millionen Menschen betroffen sind. Kurze Atemaussetzer im Schlaf bleiben häufig lange unentdeckt und können zu schweren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Depression führen. Lange Wartezeiten, begrenzte Früherkennung und fragmentierte Datenstrukturen erschweren bislang die Therapie. Das Projekt SOMNOLINK führt weg von isolierten Daten hin zu einer vernetzten, datenbasierten schlafmedizinischen Forschung und
Versorgung. Erstmals werden große Mengen medizinischer Schlafdaten verschiedener Standorte vernetzt. Ziel sind schnellere Diagnosen, effizientere Nutzung von Schlaflaboren und individuellere Therapien.
SOMNOLINK ist ein Projekt der Medizin Informatik Initiative. Unter Leitung von Prof. Christoph Schöbel und Prof. Dagmar Krefting verbindet das Projekt 55 Mitarbeitende an neun universitären Standorten und gilt als Modell für eine zukunftsorientierte, digitale Transformation in der Schlafmedizin.
Ökumenisches Gymnasium zu Bremen
Das Ökumenische Gymnasium zu Bremen stellt sich im Schuljahr 2025/2026 einer besonderen Herausforderung. Gemeinsam mit Schülervertretung, Elternschaft und Kollegium wurde der Unterrichtsbeginn auf 8:30 Uhr verlegt.
Der Nutzen eines späteren Schulstarts für Jugendliche ist wissenschaftlich gut belegt, doch nur wenige Schulen wagen diesen mutigen Schritt. Mit der Entscheidung trägt die Schule aktuellen Erkenntnissen zum Zusammenhang von Schlaf, Biorhythmus und Lernleistung Rechnung.
Erste Rückmeldungen berichten von besserer Konzentration, entspannteren Morgenroutinen und großer Zustimmung in der Schulgemeinschaft.
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